Rader Hochbrücke von oben
Rader Hochbrücke von oben

Wichtiger Lückenschluss: So steht's um die Rader Hochbrücke

Beim Neubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal steht ein wichtiger Bauabschnitt bevor: Das rund 1.000 Tonnen schwere Mittelstück der neuen Brücke wird mit einem Spezialkran eingehoben. Dafür muss der Schiffsverkehr auf dem Kanal vorübergehend gesperrt werden.

Das Brückenteil schließt die Lücke zwischen den bereits eingeschobenen Stahlsegmenten. Der Einhub gilt als einer der anspruchsvollsten Schritte des Projekts und ist stark vom Wetter abhängig. Wind oder andere ungünstige Bedingungen können den Zeitplan beeinflussen.

Die neue Rader Hochbrücke entsteht parallel zur bestehenden Brücke, damit der Verkehr auf der A7 während der Bauarbeiten weiterfließen kann. Nach Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird der Verkehr auf den Neubau verlegt. Anschließend wird die alte Brücke abgerissen und die zweite Brückenhälfte gebaut. Insgesamt soll der Ersatzneubau bis 2030 abgeschlossen sein. Die erste Brückenhälfte soll bereits im Dezember für den Verkehr freigegeben werden.

Morgen, am 15. Juli wird das Teilstück eingehoben. Die DEGES und die ARGE A 7 Rader Hochbücke haben einen Livestream mit verschiedenen Kameras eingerichtet. Wer das Ereignis nicht verpassen will, kann hier im Livestream alles verfolgen.

Laut aktuellem Zeitplan soll von 18:30 bis 21:00 Uhr das Eindrehen und Festmachen des Pontons mit dem Mittelteil und das Anschlagen der Litzen erfolgen. Der anschließende Einhub soll dann bis vermutlich 5 Uhr am darauffolgenden Morgen andauern. 

Vor Ort zuzuschauen, ist nur schwer möglich: der Rader Weg wird beidseitig der A 7 in Schacht-Audorf, Ostenfeld und Rade für den öffentlichen Verkehr gesperrt, in Ostenfeld erfolgt die Zufahrt von der Kieler Straße nur für Baustellenpersonal und Anwohner. Auch der Zugang zur Rader Insel wird am 15. Juli von 17:00 Uhr an nur noch für Anlieger möglich sein. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal patrouilliert zusätzlich die Wasserschutzpolizei.

R.SH Schleswig-Holstein-Reporter Andreas Otto: So aufgeregt sind die Ingenieure