Eine Straßenlaterne bei Sonnenuntergang
Eine Straßenlaterne bei Sonnenuntergang

Straßenlaternen aus: So sparen die Gemeinden Energie

26.10.22, Aus Kiel berichtet: Schleswig-Holstein-Reporter Fabian Pede

Die Energiepreise sind so teuer wie nie und viele Privathaushalte prüfen gerade, wo man noch Gas oder Strom einsparen könnte, drehen die Heizungen ein bis zwei Grad kälter und nehmen die Geräte, die man nicht braucht, von den Steckdosen. Auch die Gemeinden in Schleswig-Holstein wollen Energie sparen. Dabei rücken zunehmend die Straßenlaternen in den Fokus. In Lensahn leuchtet beispielsweise von 22 bis 24 Uhr nur noch jede zweite Laterne - danach sind sie bis 5 Uhr ganz aus. In Bad Bramstedt sieht die Lage ähnlich aus. Die Gemeinde Groß Kummerfeld geht sogar noch einen Schritt weiter: Dort wird überlegt, die Straßenlaternen von 22 bis 5 Uhr ganz abzuschalten! Außerdem stellen viele Städte und Gemeinden aktuell komplett auf LED-Leuchten um – so wie die Stadt Itzehoe.

 

In Risum-Lindholm im Kreis Nordfriesland hat man noch andere Ideen, um Strom zu sparen, hat Bürgermeister Hans Bruhn verraten:

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Eine Glühbirne mit Geldscheinen vor grauem Hintergrund
Eine Glühbirne mit Geldscheinen vor grauem Hintergrund

Aber wie viel können die Gemeinden wirklich sparen?

Das hängt natürlich von der Größe der Gemeinde und der Anzahl der Straßenlaternen ab. In Lensahn sollen pro Jahr wohl 37500 kW/h gespart werden – das sind beim aktuellen Strompreis rund 16.000 Euro.

Wie sieht's bei Ihnen aus?

Auf unserer R.SH-Facebook-Seite haben wir nach Ihrer Meinung gefragt. Viele Nutzer zeigen Verständnis für die Gemeinden - einige haben aber auch Bedenken:

Auch die Gemeinden in Schleswig-Holstein versuchen bei den aktuellen Energiepreisen an der ein oder anderen Ecke zu...

Posted by R.SH on Tuesday, October 25, 2022

R.SH-Hörerin Verena findet das Ausschalten der Straßenlaternen in der Nacht eine gute Idee:

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R.SH-Hörer Tom ist eher skeptisch - er sorgt sich vor allem um die Sicherheit auf dunklen Straßen:

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Bei der Recherche ist mir aufgefallen, wie viele Gemeinde und Städte da Ideen entwickeln und an das Thema 'Energiesparen' herangehen. Das ist ein richtig gutes Zeichen für die Menschen bei uns im Land, die sehen, dass man da mit gutem Beispiel voran geht und nicht alles an den Privathaushalten hängen bleibt. Ich hoffe nur, dass viele Ideen auch nach der Energiekrise noch bestehen bleiben und umgesetzt werden. So spart man nicht nur dauerhaft, sondern tut auch noch was für unseren ökologischen Fußabdruck.
Schleswig-Holstein-Reporter Fabian Pede zu seiner Recherche
Fabian Pede steht vor einem blauen Hintergrund und lächelt in die Kamera.
Fabian Pede steht vor einem blauen Hintergrund und lächelt in die Kamera.
Fabian Pede steht vor einem blauen Hintergrund und lächelt in die Kamera.
Fabian Pede steht vor einem blauen Hintergrund und lächelt in die Kamera.