Mental Load
Mental Load

Mental Load: Wenn der Kopf nicht mehr abschalten kann

Mental Load: Wenn der Kopf einfach nicht mehr abschalten kann

Einkaufen, Termine organisieren, an Geburtstage denken, den Familienalltag planen, im Job funktionieren und gleichzeitig im Blick behalten, wie es allen anderen gerade geht: Bei vielen Menschen läuft im Kopf ständig eine lange To-do-Liste mit – selbst dann, wenn eigentlich gerade gar nichts zu tun ist.

Dieses Gefühl hat einen Namen: Mental Load. Laut einer aktuellen Studie fühlen sich rund 80 Prozent der Familien dadurch belastet. Besonders häufig betrifft Mental Load Frauen. Aber auch Männer kennen den Druck, ständig an alles denken und funktionieren zu müssen.

In unserer Themenwoche sprechen wir in der R.SH Moin-Show darüber, was Mental Load eigentlich genau bedeutet, warum die Belastung immer größer werden kann – und vor allem darüber, was dagegen hilft. Unterstützt werden wir dabei von Autorin und Mental-Load-Expertin Laura Fröhlich.

Was ist Mental Load eigentlich?

Mental Load beschreibt nicht nur Stress oder eine lange Aufgabenliste. Gemeint ist vor allem die unsichtbare Denkarbeit hinter dem Alltag: daran denken, was noch erledigt werden muss, Aufgaben planen, organisieren und koordinieren – und dabei möglichst nichts vergessen.

Oft fühlt es sich an, als wären im Kopf ständig mehrere Tabs gleichzeitig geöffnet. Kaum ist eine Aufgabe erledigt, öffnet sich schon die nächste.

Was ist Mental Load?

Mental load
Mental load

Warum sammelt sich so viel im Kopf an?

Mental Load entsteht häufig nicht durch eine einzelne große Aufgabe. Es sind vielmehr viele kleine Dinge, die sich jeden Tag aufs Neue summieren.

Wer kümmert sich um den nächsten Arzttermin? Was fehlt noch im Kühlschrank? Wann braucht das Kind neue Sportsachen? Wer organisiert das Geschenk für den nächsten Geburtstag? Und was muss für morgen im Job vorbereitet werden?

Viele dieser Aufgaben sind für andere kaum sichtbar – müssen aber trotzdem von jemandem mitgedacht werden. Genau dadurch kann sich immer mehr Verantwortung bei einer Person ansammeln.

Warum häuft sich die Arbeit so sehr an? Was macht dauerhafter Mental Load mit uns?

mental load2
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Was macht dauerhafter Mental Load mit uns?

Wenn der Kopf dauerhaft auf Hochtouren läuft, kann das auf Dauer anstrengend werden. Betroffene berichten von Erschöpfung, innerer Unruhe und dem Gefühl, nie wirklich abschalten zu können.

Besonders belastend wird es, wenn neben den organisatorischen Aufgaben auch noch sogenannte emotionale Arbeit hinzukommt: die Stimmung in der Familie im Blick behalten, Konflikte auffangen, Bedürfnisse erkennen und dafür sorgen, dass es allen anderen gut geht.

Dabei kann schnell eine Person aus dem Blick geraten: man selbst.

Was macht Mental Load mit uns?

Familie mental load
Familie mental load

Mental Load betrifft nicht nur Frauen

Über Mental Load wird besonders häufig im Zusammenhang mit Frauen und Müttern gesprochen. Das hat auch damit zu tun, dass klassische Rollenbilder in vielen Familien noch immer eine Rolle spielen und organisatorische Aufgaben häufig ungleich verteilt sind.

Trotzdem ist Mental Load kein reines Frauenthema. Auch Männer kennen den Druck, ständig funktionieren, Verantwortung übernehmen und alles unter einen Hut bekommen zu müssen.

Kennen auch Männer Mental Load?

Entscheidend ist deshalb nicht nur, wer einzelne Aufgaben erledigt, sondern auch, wer dafür verantwortlich ist, überhaupt an diese Aufgaben zu denken.

Wir müssen nicht immer alles schaffen.

Ein zusätzlicher Faktor ist der Anspruch, möglichst alles richtig machen zu wollen: im Beruf, in der Partnerschaft und als Eltern.

Dabei gehört es zum Alltag dazu, dass Dinge auch einmal nicht funktionieren. Nicht jede Aufgabe muss perfekt erledigt werden, nicht jeder Termin kann im Kopf behalten werden – und auch Eltern dürfen Fehler machen.

Scheitern ist normal.

Social Media
Social Media

Warum wird der Druck immer größer?

Hinzu kommen heute Faktoren wie die ständige Erreichbarkeit und Social Media. Dort begegnen uns scheinbar perfekt organisierte Familien, aufgeräumte Wohnungen, gesunde Mahlzeiten und Menschen, die Beruf, Familie und Freizeit scheinbar mühelos miteinander verbinden.

Das kann den eigenen Anspruch zusätzlich erhöhen und das Gefühl verstärken, selbst nicht genug zu schaffen.

Genau deshalb schauen wir in unserer R.SH-Themenwoche Mental Load genauer hin: Woher kommt der Druck? Warum tragen manche Menschen besonders viel davon? Und vor allem: Wie können wir lernen, Aufgaben und Verantwortung gerechter zu verteilen und unseren Kopf wieder etwas freier zu bekommen?

Die Antworten und Tipps von Mental-Load-Expertin Laura Fröhlich hört ihr die ganze Woche in der R.SH Moin-Show – und hier könnt ihr die wichtigsten Gespräche jederzeit noch einmal nachhören.