Eigentlich soll in Kalifornien, in der Gemeinde Schönberg der Alltags- oder Urlaubsstress Pause machen. Doch derzeit sorgt der Blick aufs Smartphone für massiven Frust: In dem Küstenort geht in Sachen Mobilfunk fast nichts mehr. Egal ob Anwohner, lokale Betriebe oder Feriengäste – wer vor Ort telefonieren oder ins Internet möchte, steht im Funkloch. Was genau passiert ist und wo es im Land noch hakt, erfahrt ihr hier.
Die Hintergründe
Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass in einem ganzen Ferienort plötzlich das Netz wegbricht? Der Grund dafür liegt ein Stückchen abseits am Strand – im benachbarten Ortsteil Holm.
Dort steht ein bekanntes 19-stöckiges Hochhaus. Weil das Gebäude weit und breit der höchste Punkt in der Gegend ist, standen genau auf dessen Dach seit Jahren die zentralen Sendeanlagen der großen Mobilfunkanbieter. Sie haben von oben herab die gesamte Region – inklusive Schönberg-Kalifornien – mit Empfang versorgt.
Doch damit ist jetzt Schluss: Weil das Dach unter den ständigen Wartungsarbeiten massiv gelitten hat, hat sich die Eigentümergemeinschaft des Hochhauses bereits im Herbst 2025 dazu entschieden, die Verträge mit den Netzanbietern nicht weiter zu verlängern.
Die Konsequenzen spüren jetzt alle vor Ort. Die Masten von Vodafone und O2 sind bereits abmontiert, weshalb Kunden dieser Netze schon seit Wochen im "Digital-Off" stehen. Und auch für Telekom-Kunden läuft die Uhr: Laut der zuständigen Immobilienverwaltung soll die D1-Antenne am 3. September ebenfalls abgebaut werden.
Für Anwohner, Gewerbetreibende und Feriengäste ist das eine echte Belastungsprobe. Damit Schönberg und Kalifornien nicht dauerhaft abgehängt bleiben, unterstützt die Gemeinde aktuell bei der Suche nach Standorten für neue Sendeanlagen – auch ein mobiler Handymast ist als Übergangslösung im Gespräch.
VERMIETER MICHAEL DULSKI IM R.SH-INTERVIEW
Er vermietet selbst Ferienwohnungen im Schönberger Ortsteil Holm und erlebt den Frust über das Funkloch täglich hautnah mit. Im R.SH-Interview schildert er die Situation vor Ort und erklärt, wie es um mögliche Lösungen steht. Hört hier rein:
Weitere Funklöcher in Schleswig-Holstein
Kalifornien ist leider längst kein Einzelfall: Immer wieder erreicht uns euer Feedback aus den unterschiedlichsten Ecken Schleswig-Holsteins über miesen Empfang, abgerissene Telefonate oder Funklöcher mitten im Alltag. Ihr wollt wissen, wie es in eurer Region aussieht, welcher Mobilfunkanbieter wo bereits nachgebessert hat oder wo ganz offiziell blinde Flecken verzeichnet sind?
Über die interaktive Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur könnt ihr euch ganz einfach per Postleitzahl in euren Heimatort reinklicken und die Netzabdeckung aller Anbieter vor Ort prüfen: