Während sich Hamburg zu einem 25:24 (11:10)-Sieg über Lübbecke zitterte, lief Kiel gegen Burgdorf zur Höchstform auf und gewann deutlich mit 41:22 (24:10).
Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den HSV Handball haben sich die Kieler Zebras vor heimischen Publikum keine Blöße gegeben. Vor ausverkauften Rängen in der Sparkassen-Arena (10.250 Zuschauer) traf die Kieler Offensivabteilung um Lundström (7) und Sprenger (10) aus jeder Lage gegen den sichtlich überforderten TSV Burgdorf. Bereits nach 20 Minuten hatte sich Kiel einen 12-Tore-Vorsprung (18:6) erarbeitet. Bis zur Halbzeit erhöhte das Team von Alfred Gislason auf 24:10.
Im zweiten Spielabschnitt dominierte Kiel weiter das Geschehen nach Belieben. Bis zum Schlusspfiff bauten die Zebras die Führung auf 19 Tore zum 41:22-Endstand aus. Vor der "Woche der Wahrheit", mit Spielen gegen Hamburg und Flensburg (DHB-Pokal), ist dem THW Kiel die Generalprobe eindrucksvoll gelungen.
Etwas holpriger ist dagegen der HSV Handball in die wohl wichtigste Woche der Saison gestartet: Gegen den defensiv gut organisierten TuS-N-Lübbecke fand das Team von HSV-Coach Martin Schwalb nicht die richtigen Mittel. Vor 10.093 Zuschauern in der Color Line Arena blieb die Anfangsviertelstunde fast ohne Höhepunkte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie Fahrt auf. Zur Pause stand es 11:10.
Auch nach dem Seitenwechsel konnte sich der HSV nicht richtig absetzen. Bis in die Schlussminute blieb der Spielstand ausgeglichen. Erst durch den entscheidenden Treffer von Marcin Lijewski in der 60. Minute konnte der HSV den Sieg klar machen. Bevor es am nächsten Sonntag zum großen Showdown in Kiel kommt, muss die Truppe von Martin Schwalb am Dienstag gegen Ballingen im Pokal ran.