Einem beliebten Diskussionsthema hat Stiftung Warentest mit einer aktuellen Studie den Garaus gemacht: Mineralwasser aus Flaschen ist nicht besser als Leitungswasser. Das Institut hat 29 verschiedene Sorten stilles Mineralwasser untersucht und kam zu einem ernüchternden Ergebnis. Kein einziges Produkt sei nach Auffassung der Tester empfehlenswert, schreibt Stern-Online.
Keime und Verdacht auf Abwasser-Verunreinigung
Was die Werbung verspricht, wird überwiegend nicht gehalten. Statt vieler Mineralien wurden in einem Drittel der Proben Keime entdeckt. Zwar sei das für gesunde Menschen nicht gefährlich, für Ältere, Kleinkinder und Kranke aber schon. 12 der 29 untersuchten Wässer seien negativ aufgefallen. Im Aldi-Nord-Wasser "Quellbrunn Naturell" wurden Süßstoffe festgestellt, was den Verdacht nahelege, dass Abwasser in die Produktionskette gelangt sein könnte.
Mineralwasser ohne Mineralstoffe?
Die detaillierte Analyse hat Ergeben, dass viele Wässer nur geringe Mengen an Mineralstoffen aufweisen, näherungsweise 500 Milligramm pro Liter. Dem Namen Mineralwasser werden die Produkte nur in einzelnen Fällen gerecht. Negative Urteile gibt es unter anderem für "Black Forest" und "Saskia Naturis" von Lidl, die laut Testbericht nur rund 50 Milligramm Mineralstoffe pro Liter enthalten.
Urteil: Das Schleppen schwerer Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause kann man sich durchaus sparen. Schließlich steht die Qualität von Leitungswasser den industriell abgefüllten Getränken mitnichten nach. Unter Umständen könnten sogar mehr Mineralstoffe drin sein.
Das komplette Testurteil inklusive weiterer überprüfter Wassersorten (still, mit Kohlensäure, gemischt) ist auf der Website von Stiftung Warentest veröffentlicht. (fs)

